Kleine Meerjungfrau auf Weltausstellung Shanghai

Kleine Meerjungfrau auf Weltausstellung Shanghai
Kleine Meerjungfrau auf Weltausstellung Shanghai
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Die kleine Meerjungfrau, Kopenhagens Wahrzeichen, geht für die Weltausstellung 2010 in Shanghai auf Reisen. Die Skulptur „Die kleine Meerjungfrau“ ist an das weltberühmte Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen angelehnt und sitzt seit 1913 auf einem Felsen im Hafen von Kopenhagen. Während der Weltausstellung 2010 wird die Bronzeplastik im Original in Shanghai zu sehen sein und das Urlaubsland Dänemark repräsentieren. Dänemark-Urlauber, die in diesem Jahr die dänische Hauptstadt Kopenhagen besuchen, müssen allerdings auf die „Kleine Meerjungfrau“ als beliebtes Fotomotiv nicht verzichten. Von Mitte April bis Ende Oktober 2010 wird im Vergnügungspark Tivoli eine Replik der berühmten Dänin zu sehen sein (Hotels Kopenhagen). Leider dürfen wir unserem Artikel aus rechtlichen Gründen kein Foto der kleinen Meerjungfrau beifügen. Eine Abbildung sehen Sie oben im Titel unserer Dänemark-Seite.

(Kopenhagen / vdk) Am Nachmittag des 25. März 2010 wird die berühmte Kopenhagener Meerjungfrau mit einer kleinen Zeremonie für zehn Monate von ihrem Standort an der Kopenhagener Langelinje entfernt. Kurz vor ihrem 100. Geburtstag verlässt die berühmteste dänische Statue, die seit 1913 auf einem Findling am Hafen der dänischen Hauptstadt sitzt, ihren Stammplatz mit Ziel Fernost. Die nach dem Märchen „Den lille havfrue“ von Hans Christian Andersen gestaltete Skulptur soll den Mittelpunkt des dänischen Pavillons auf der World EXPO 2010 in Shanghai bilden.

Der dänische Pavillon der unter dem Motto „Better City, Better Life“ stehenden Weltausstellung soll ein Stück dänisches Lebensgefühl nach China bringen. Nach Vorstellungen der Architekten der Bjarke Ingels Group (BIG) und der Agentur 2+1 Ideas Agency soll die vom dänischen Bildhauer Edvard Eriksen geschaffene Bronzeschönheit in einem Bassin sitzen, das mit Wasser aus dem Kopenhagener Hafen gefüllt ist. EXPO-Besucher auf der Suche nach Abkühlung dürfen darin ein Bad nehmen.

Gleichzeitig können Aktive auf den beliebten kostenlosen Kopenhagener Stadträdern (dän. Bycykler) den Pavillon auf zwei gewundenen Radwegen im wahrsten Sinn des Wortes erfahren. Unterwegs kommen die Besucher an der Ausstellung „Welfairytales“ vorbei, die in Anlehnung an Elemente aus bekannten Märchen die Geschichte von Wohlstand und Nachhaltigkeit in Dänemark vermittelt.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei - bekannt als Gestalter des “Vogelnest”-Nationalstadions der Olympischen Spiele in Beijing 2008 - soll die Installation schaffen, die die Kleine Meerjungfrau an der Langelinje von Kopenhagen ersetzen wird.

Die „Leihgabe“ der originalen Lille Havfrue, wie die Kleine Meerjungfrau auf Dänisch heißt, war unter Kopenhagener Politikern und Bürgern lange umstritten. In einer knappen Abstimmung konnten die Befürworter überzeugen, die die beliebte Touristenattraktion als Zeichen der Gastfreundschaft und der Einladung zum kulturellen Dialog zwischen Dänemark und China auf Reisen schicken wollen. Zur EXPO 2010 werden bis zu 70 Millionen Besucher erwartet.

Dank der Erben des Künstlers Edvard Eriksen, der die Skulptur 1913 schuf, müssen Kopenhagens Touristen nicht auf ihr Lieblings-Fotoobjekt verzichten: Das Kopenhagener Tivoli wird während der Abwesenheit des Originals ein Replikat aus dem Besitz der Eriksen Erben ausstellen. Die »Zwillingsschwester« wird 2010 die gesamte Tivoli-Saison hindurch vom 16. April bis zum 24. Oktober 2010 in einem See mitten im weltbekannten Vergnügungspark für ihre Fans Hof halten. Das Tivoli gilt mit rund vier Millionen Besuchern pro Jahr als Dänemarks mit Abstand meistbesuchte Touristenattraktion.

Alice Eriksen, Großenkelin des Bildhauers, begründete die Entscheidung der Familie: „Dänen wie alle Kopenhagen-Besucher müssen die Möglichkeit haben, die Kleine Meerjungfrau zu sehen, auch wenn die Meerjungfrau von der Langelinie dann in China ist.“ Alice Eriksen ist überzeugt, dass auch Ihre Großmutter, die Modell für die Skulptur saß, das Tivoli mit seiner märchenhaften Atmosphäre als Standort für das Familien-Erbstück ausgewählt hätte.

Die Eriksen-Erben, die alle Abbildungsrechte an der Figur besitzen, waren von den Reiseplänen von Anfang an ›not amused‹. Sie wollten lieber die Fertigung einer Kopie für den Einsatz in China erlauben, aber das kam für die Planer des dänischen EXPO-Auftritts nicht in Frage. Nur das Original der barbusige Nixe, die einer Figur aus einem Märchen des in China ungemein populären H. C. Andersen nachempfunden ist, könne dem chinesischen Volk die beabsichtigte Wertschätzung demonstrieren und so das gewünschte Interesse auf den dänischen Pavillon lenken.

Das ›Original‹ von der Langelinie ist jedoch auch nicht mehr komplett jenes Exemplar, das 1913 aufgestellt wurde. Vandalismus und künstlerischer oder politischer Aktionismus setzten ihr immer wieder zu: Die Meerjungfrau wurde zweimal enthauptet, einmal sägte man ihr ein Stück Arm ab, und es gab üble Blessuren, als sie 2007 von ihrem Sockel herunter gesprengt wurde. Jedes Mal konnte sie mit Hilfe der originalen Gussformen rekonstruiert werden.

Text: VisitDenmark

Datum: 15.03.2010

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