Diskussion um Fehmarnbelt-Querung

Diskussion um Fehmarnbelt-Querung
Diskussion um Fehmarnbelt-Querung
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Die feste Querung über den Fehmarnbelt, eine Meerenge der Ostsee, der die Urlaubsinseln Fehmarn auf deutscher und Lolland (Ferienhaus Lolland) auf dänischer Seite trennt, ist noch immer ein Diskussionsthema. Als Fehmarnbelt-Querung kommt sowohl eine Brücke als auch ein Tunnel in Betracht. Beide Straßenbauprojekte haben Vor- und Nachteile. Hinzu kommen die Bedenken vieler Fehmaraner, dass ihre schöne Ostsee-Insel künftig eher als Transitstrecke in die Urlaubsländer Dänemark und Schweden (Ferienhaus Schweden) dient, weil viele Reisende nicht mehr wie bisher Station auf der Insel Fehmarn machen werden. Diese Bedenken finden in den regionalen Planungsverbänden Gehör, wie eine kürzlich stattfindende Diskussionsveranstaltung zeigte. (Kopenhagen) 450 Besucher – darunter viele Fehmaraner – nutzten kürzlich die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über den aktuellen Planungsstand der Festen Fehmarnbeltquerung sowie über den weiteren Projektverlauf persönlich zu informieren. Die Veranstaltung wurde von der dänischen Planungsgesellschaft Femern A/S und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Niederlassung Lübeck in der Mensa der Inselschule Fehmarn organisiert.

Um 17 Uhr wurden die zahlreichen Gäste von Fehmarns Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt, Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, und Claus Dynesen, Projektdirektor der Femern A/S, willkommen geheißen. Der Bürgermeister begrüßte die von Femern A/S angebotene Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Festen Fehmarnbeltquerung ausdrücklich. Im Zuge der voranschreitenden Planungen legt Schmiedt dabei „sehr großen Wert auf eine umfassende Information der Bevölkerung zum derzeitigen Planungsstand“. Dr. Zieschang betonte, dass der Landesregierung „eine offene Informationspolitik gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt“. Dabei solle mit den Experten auch offen über Bedenken und Kritikpunkte diskutiert werden. Sie appellierte an das Publikum, „die Entwicklungschancen, die mit der Realisierung des Projektes und seinen Hinterlandanbindungen für die Zukunft verbunden sind, nicht aus den Augen zu verlieren.“

Projektdirektor Claus Dynesen freute sich über die große Anzahl interessierter Besucher und unterstrich, dass Femern A/S es sich zum Ziel gesetzt hat, so offen und transparent wie möglich mit allen beteiligten Akteuren und insbesondere auch mit den betroffenen Bürgern zu kommunizieren. „Wir wollen nicht nur informieren, wir wollen vor allem auch zuhören und sind sehr an einem Dialog interessiert.“

Im ersten Teil des Abends wurden zu Beginn die unterschiedlichen Genehmigungsverfahren in Deutschland und Dänemark eingehend erläutert. Es folgten die Vorstellungen der von Femern A/S untersuchten Brücken- und Tunnellösungen, wobei die dänische Planungsgesellschaft noch einmal den Absenktunnel als neue Vorzugslösung hervorhob. Anschließend konnten sich die Besucher einen Eindruck von den umfassenden Umweltuntersuchungen verschaffen und wurden über Raumwiderstandsanalyse und die Linienfindung informiert. Im Anschluss daran hatten die Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen, ihre eigenen Anliegen zu äußern und das Gehörte zu diskutieren. Gut zwei Stunden lang standen die Experten der Femern A/S den Bürgern Rede und Antwort. Femern A/S freut sich über das große Interesse und die vielen Fragen von Seiten der Bürger. Das Projekt wurde angeregt und sehr sachlich diskutiert.

Noch bis zum 30. Januar 2011 ist ein Blog zur Festen Fehmarnbeltquerung online. Hier können alle Interessierten das Projekt kommentieren und insbesondere ihre Meinung zur Frage Brücke oder Tunnel äußern. Sämtliche Kommentare werden an den dänischen Verkehrsminister weitergeleitet, der in Kürze eine politische Absichtserklärung zu dieser Frage abgeben wird.

Text: Femern A/S

Foto: © Femern A/S

Datum: 26.01.2011

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